Lehrstuhl 2 für Baukonstruktion, Bautechnologie und Entwerfen

                  

Forschung und Lehre

Architekten werden mit vielfältigen, sich häufig widerstrebenden Anforderungen, seien sie technischer, ökologischer, ökonomischer, sozialer oder auch künstlerischer Natur, konfrontiert. Divergierende Sachverhalte zu integrieren und zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzuführen, ist eine Fähigkeit, die nicht nur beim Schaffen von Architektur gefordert ist. Deshalb ist es ein Anliegen des Lehrstuhls, das Entwerfen und Konstruieren als integrierenden Planungsprozess von divergierenden Sachverhalten zu begreifen und einzuüben.

Sowohl im ersten als auch im zweiten Studienabschnitt geschieht dies in Form von integrierten Projekten. Dabei bearbeiten die Studierenden in Gruppen Projekte vom Vorentwurf über die Werkplanung bis hin zum Detail. Modellhaft werden dabei alle bei einer Bauplanung notwendigen Entscheidungen getroffen, d.h. die Lehre der Fächer Baukonstruktion, Baustofflehre, Bauphysik, Gebäudetechnik und Tragwerkslehre fließt in die Projektarbeit mit ein. Dies geschieht fachübergreifend und interdisziplinär mit Fachingenieuren aller am Bau beteiligten Gewerke, Fachleuten aus Lehre und Forschung und der Bauindustrie. Neben dem Ziel, die Lehrinhalte möglichst praxisnah zu vermitteln, wird dabei vor allem das Herstellen fachübergreifender Zusammenhänge geübt.

Neben der integrierten Lehre beschäftigt sich der Lehrstuhl mit dem Thema Technologietransfer, dem Systembau, der Erforschung neuer Materialien und der Entwicklung von neuen Bautechnologien und Bauweisen. Bauprojekte wie die Entwicklung des Demonstrationsgebäudes SolarPlusHouse oder einer Heißwasserkollektor-Systemfassade als integrierte Hochleistungsfassade ergeben sich aus den Forschungsfeldern des Lehrstuhls: solares Bauen, Nutzung von Windenergie in Gebäuden, Gebäudehüllen (Systemfassaden, integrierte Hochleistungsfassaden und -komponenten), Glas (transparente Klebetechnologien, Glasleichtbau, konstruktiver Glasbau) und Bionik (Übertragung und Nutzung bionischer Prinzipien bei der Material- und Komponentenentwicklung).

 

Interview Martin Ostermann

 
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